
Gläserner Saal / Magna Auditorium | 19:00 Uhr
Composer: Maxim Shalygin (UA/NL)
Program note
Ein Fest zwischen Klangpracht, Philosophie und Ironie
Amandante ist die erste Oper des niederländisch-ukrainischen Komponisten Maxim Shalygin – ein Werk, das Philosophie, Poesie und Musiktheater auf neue Weise verbindet. Die ursprünglich für 2022 in Kyjiw geplante Uraufführung musste aufgrund des Krieges abgesagt werden. Nach über zwei Jahren intensiver künstlerischer Arbeit wurde das Werk 2024 im Muziekgebouw Amsterdam erfolgreich uraufgeführt.
„Eine emotionale Achterbahnfahrt und ein Triumph der musikalischen Vorstellungskraft» – so lobte die niederländische Zeitung NRC die Uraufführung von Amandante und zählte das Werk zu den zehn besten Musikstücken des Jahres 2024. Inspiriert von Platons Symposion entfaltet sich ein vielstimmiges Porträt des Eros – von der sinnlichen bis zur geistigen Liebe. Paul van der Woerds Libretto, angeregt von Percy Bysshe Shelleys romantischer Übersetzung, verstärkt die emotionalen Kontraste des Originals. Maxim Shalygin hat daraus eine farbenreiche, leidenschaftliche und virtuos durchkomponierte Musik geschaffen – vollständig gesungen, reich an melodischer Entwicklung und dramatischer Spannung. Der Komponist sagt: „Ich möchte, dass das Publikum in den Bögen der Melodielinien versinkt und sich davontragen lässt.» Neben bekannten Stimmen wie Sokrates und Aristophanes kommen in Amandante auch jene zu Wort, die beim berühmten Gastmahl bei Agathon überhört wurden: Diotima, Agathons Frau, eine Flötistin, ein Winzer. In Text und Musik entsteht ein feines Spannungsverhältnis zwischen Innen und Außen – eine treibende Kraft der Oper.
Maxim Shalygin zählt zu den markantesten Komponisten seiner Generation. Seine Musik vereint spirituelle Tiefe, klangliche Eigenwilligkeit und kompromisslose Ausdruckskraft. Er komponiert genreübergreifend – von Kammer- und Vokalmusik über elektroakustische Werke bis zur Oper. Seine Werke erklangen u. a. in der Carnegie Hall, beim Klarafestival, im Muziekgebouw aan ’t IJ und in De Doelen Rotterdam. Zu seinen aktuellen Projekten zählen Auftragswerke des Rotterdams Philharmonisch Orkest sowie ein großformatiges Werk für den Niederländischen Rundfunkchor, das Radio Filharmonisch Orkest und AVROTROS. 2025 ist er Stadtskomponist von Den Haag.
Nova Opera ist ein experimentelles Musiktheaterkollektiv aus Kyjiw. Trotz des andauernden Krieges erschafft das Ensemble mutige, international beachtete Produktionen, in denen Einflüsse von Barock, Avantgarde, Trip-Hop, Volksmusik und Neuer Musik verschmelzen. Nova Opera steht für musikalisches Theater, das keine Grenzen kennt – weder stilistisch noch geografisch.
«Mriya» bedeutet Traum – der Traum von Freiheit, Kultur und Frieden. Das Orchester wurde 2022 von geflüchteten ukrainischen Musiker:innen gegründet und steht unter der künstlerischen Leitung der Bratschistin Kateryna Suprun. Bereits kurz nach seiner Gründung wurde MRIYA zu einem kulturellen Botschafter der Ukraine: mit gefeierten Auftritten in der Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg. Presse und Publikum loben gleichermaßen die künstlerische Exzellenz, emotionale Kraft und gesellschaftliche Relevanz dieses Ensembles.
Der ukrainische Pianist Antonii Baryshevskyi ist Gewinner des 1. Preises beim renommierten Arthur Rubinstein International Piano Master Competition in Tel Aviv. Er gilt als einer der faszinierendsten Pianisten seiner Generation – gefeiert für seine klangliche Tiefe, technische Meisterschaft und künstlerische Eigenständigkeit. Weitere Auszeichnungen erhielt er u. a. beim Premio Jaén und beim Ferruccio Busoni Wettbewerb. Martha Argerich sagte über ihn: „Baryshevskyi hat etwas Besonderes, ein besonderes Talent.» Auch das Gramophone Magazine lobte: „Baryshevskyi wagt es, anders zu sein.»
Der georgische Dirigent Mikheil Menabde absolvierte sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), nachdem er zuvor an der Nationalen Musikakademie der Ukraine bei Roman Kofman studiert hatte. Er ist ständiger Gastdirigent der Philharmonie Kyjiw sowie des Georgischen Nationalen Symphonieorchesters und leitet regelmäßig zeitgenössische Werke auf führenden europäischen Festivals. Seine Arbeit ist geprägt von struktureller Klarheit, künstlerischer Präzision und emotionaler Tiefe. Außerdem ist Menabde Künstlerischer Leiter und Vizepräsident des Vereins CosmoKultur.
Program
Maxim Shalygin
Amandante, Opera (2023)
Musicians
Antonii Baryshevskyi, piano
Mikheil Menabde, conductor
MRIYA Ensemble:
Olena Tsurkan, violin
Hanna Tsurkan, violin
Kateryna Suprun, viola
Mariia Mohylevska, cello
Kostiantyn Kruhliak, double bass
NOVA OPERA:
Maryana Golovko, soprano
Anna Kirsh, soprano
Andrii Koshman, baritone
Rusian Kirsh, baritone
Libretto
Paul van der Woerd
Musicians

Mriya Ensemble
«Mriya» bedeutet Traum – der Traum von Freiheit, Kultur und Frieden. Das Orchester wurde 2022 von geflüchteten ukrainischen Musiker:innen gegründet und steht unter der künstlerischen Leitung der Bratschistin Kateryna Suprun. Bereits kurz nach seiner Gründung wurde MRIYA zu einem kulturellen Botschafter der Ukraine: mit gefeierten Auftritten in der Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg. Presse und Publikum loben gleichermaßen die künstlerische Exzellenz, emotionale Kraft und gesellschaftliche Relevanz dieses Ensembles.

Nova Opera
Nova Opera ist ein experimentelles Musiktheaterkollektiv aus Kyjiw. Trotz des andauernden Krieges erschafft das Ensemble mutige, international beachtete Produktionen, in denen Einflüsse von Barock, Avantgarde, Trip-Hop, Volksmusik und Neuer Musik verschmelzen. Nova Opera steht für musikalisches Theater, das keine Grenzen kennt – weder stilistisch noch geografisch.

Antonii Baryshevskyi
Der ukrainische Pianist Antonii Baryshevskyi ist Gewinner des 1. Preises beim renommierten Arthur Rubinstein International Piano Master Competition in Tel Aviv. Er gilt als einer der faszinierendsten Pianisten seiner Generation – gefeiert für seine klangliche Tiefe, technische Meisterschaft und künstlerische Eigenständigkeit. Weitere Auszeichnungen erhielt er u. a. beim Premio Jaén und beim Ferruccio Busoni Wettbewerb. Martha Argerich sagte über ihn: „Baryshevskyi hat etwas Besonderes, ein besonderes Talent.» Auch das Gramophone Magazine lobte: „Baryshevskyi wagt es, anders zu sein.»

Mikheil Menabde
Der georgische Dirigent Mikheil Menabde absolvierte sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), nachdem er zuvor an der Nationalen Musikakademie der Ukraine bei Roman Kofman studiert hatte. Er ist ständiger Gastdirigent der Philharmonie Kyjiw sowie des Georgischen Nationalen Symphonieorchesters und leitet regelmäßig zeitgenössische Werke auf führenden europäischen Festivals. Seine Arbeit ist geprägt von struktureller Klarheit, künstlerischer Präzision und emotionaler Tiefe. Außerdem ist Menabde Künstlerischer Leiter und Vizepräsident des Vereins CosmoKultur
